Heidersdorfer Kirche
Heidersdorf ist ein typisches Waldhufendorf und wurde 1451 erstmals
urkundlich erwähnt. Man nimmt jedoch an, dass der Ort im Zuge der
kolonisatorischen Tätigkeit entstand, welche der Gau- und Burggraf Slavco I.
durch die Mönche des von ihm im Jahre 1193 gegründeten Zisterzienserkloster
Ossek veranlasste. So entstanden von 1220 bis 1240 um das Saydaer Bergland die
Orte Dörnthal, Pfaffroda, Cämmerswalde, Neuhausen, Olbernhau und
Heidersdorf. Laut Chronik von 1951 gab es um 1480 in Heidersdorf 29 Güter und
Wirtschaften. Heute zählt man ca. 450 Gebäude. Caspar von Schönberg erhielt
1580 die Schlösser Purschenstein und Sayda. Dieser Besitz umfasste auch mehrere
Orte, u.a. Heidersdorf. Nach dem 30-jährigen Krieg entstand der Ort
Niederseiffenbach mit den Ortsteilen Eisenzeche und Lässigherd. Am 01.04.1939
wurde Niederseiffenbach der Gemeinde Heidersdorf zugeordnet. Bis
Ende des 17. Jahrhunderts gab es im Ort kein Handwerk. Heidersdorf orientierte
sich bis Ausgang des 19. Jahrhunderts rein auf die Land- und Forstwirtschaft,
während sich in Niederseiffenbach bereits Anfang des 18. Jahrhunderts das
Handwerk entwickelte.
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